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06.10.2017

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Ein Erfolgsmodell feiert Geburtstag
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Rellingens Schulsozialarbeiter-Quartett Silke Dewitz-Gührcke und Adrian Matthäi (von links, beide Caspar-Voght-Schule), Martina Wohlers (Brüder-Grimm-Schule) und Bettina Godehardt (Erich Kästner Schule) mit Silke Mannstaedt, Leiterin des Fachbereichs Bürgerservice im Rellinger Rathaus (Mitte). ©Flomm/kommunikateam

Zehn Jahre Schulsozialarbeit in der Gemeinde Rellingen

Die Geburtsstunde des Erfolgsmodells war am 1. Oktober 2007. Mit einem Wochenumfang von 38,5 Stunden wurde die erste Stelle für Schulsozialarbeit in der Gemeinde Rellingen am damaligen Schulzentrum Egenbüttel, der heutigen Caspar-Voght-Schule, eingerichtet. 2017 blicken sowohl die Gemeinde als auch die mittlerweile vier Sozialpädagogen auf zehn Jahre höchst erfolgreicher Arbeit zurück, die an allen drei Standorten in der Baumschulgemeinde geleistet wird.

Und es geht weiter: In seiner jüngsten Sitzung hat der Schulausschuss einstimmig beschlossen, die Wochenstundenzahl von 115,5 auf 124,5 Stunden zu erhöhen. „Im Haushalt für das Jahr 2018 sollen 204.300 Euro für die Schulsozialarbeit zur Verfügung gestellt werden“, berichtet Silke Mannstaedt, Leiterin des Fachbereichs Bürgerservice im Rellinger Rathaus. 57.300 Euro fließen über Zuschüsse von Kreis, Land und Bund zurück, sodass der Rellinger Eigenanteil noch immer bei stolzen 147.000 Euro liegt. Gut angelegtes Geld. Darüber sind sich die Verwaltung und die Kommunalpolitik einig.

Das Pädagogen-Quartett mit Martina Wohlers (Brüder-Grimm-Schule), Bettina Godehardt (Erich Kästner Schule) sowie Silke Dewitz-Gührcke und Adrian Matthäi (beide Caspar-Voght-Schule) leistet an den jeweiligen Standorten umfangreiche Arbeit. Wie Matthäi erläuterte, fußt diese im wesentlichen auf zwei Bereiche: Einzelfallhilfe und soziale Gruppenarbeit. „Die Kinder können mit allen Sorgen und Nöten in der Schule, Freizeit oder Familie zu uns kommen“, sagt Matthäi. Die Gruppenarbeit, wie zum Beispiel die Klassengemeinschaftstage der fünften Klassen, die Ausfahrten der Schülervertretung der Caspar-Voght-Schule sowie die Kinderkonferenzen in den Grundschulen, haben dabei einen doppelten Zweck. Zum einen werden die Schülerinnen und Schüler gestärkt, zum anderen sinkt die Hemmschwelle, sich mit kleinen und großen Sorgen an die Sozialpädagogen zu wenden. Matthäi: „Die Kinder müssen uns positiv erleben. Dann kommen sie auch zu uns.“

Das Quartett arbeitet gleichzeitig eng mit der Schule zusammen, legt aber auch Wert auf eine klare Abgrenzung, die für einen vertrauensvollen Kontakt zwischen Kindern und Schulsozialpädagogen grundlegend ist. Matthäi, Wohlers, Godehardt und Dewitz-Gührcke arbeiten weisungsunabhängig von den Schulleitungen.

Verwaltung und Politik haben erkannt, dass mit der Entwicklung der Schule von einem reinen Lern- zu einem echten Lebensort der Wechsel von einem „Oh Gott, wir brauchen Schulsozialarbeit“ zu einem „Zum Glück haben wir Schulsozialarbeit“ wegweisend war. Silke Mannstaedt: „Je früher man mit dieser Arbeit anfängt, umso größer sind die Erfolge.“ Aus diesem Grund werden seit 2011 auch die drei Grundschulen der Gemeinde mit einem personellen Kontingent ausgestattet.

Die Sozialpädagogen arbeiten zwar an ihren Standorten, aber doch im Team. Silke Dewitz-Gührcke hat im Rahmen der Masterthesis ihres Sozialpädagogik-Studiums ein Konzept für die gemeinsame Arbeit an den drei Rellinger Schulen erstellt.

Ebenso wie die Gemeinde mit der Arbeit der Schulsozialpädagogen ist auch das Quartett mit der Zusammenarbeit mit der Gemeinde höchst zufrieden. Volle Stundenzahlen, gut ausgestattete eigene Räume in den eigenen Schulen seien weder im Kreis noch im Land eine Selbstverständlichkeit. Und so ist der Grundstein gelegt für viele weitere Jahre erfolgreicher Schulsozialarbeit in Rellingen. ©Flomm/kommunikateam