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15.05.2017

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Luthereichen als Charitybäume für die Ökologischen
Freiwilligendienste getauft
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Niels Reinke mit dem FÖJ-Schirmherr Bischhof Gothart Magaard und zwei FÖJler

Mit einer besonderen Aktion unterstützen die Hans Reinke Baumschulen aus Rellingen das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) in Schleswig-Holstein. So soll ein Teil des Erlöses von 1.000 Sämlingen sogenannter „Luthereichen“ der FÖJ-Abteilung im Jugendpfarramt der Nordkirche zugute kommen. Am 10. Mai tauften Baumschulinhaber Niels Reinke gemeinsam mit Jugendlichen aus dem Ökologischen Freiwilligendienst die kleinen Pflanzen im Beisein des Pinneberger Propstes Thomas Drope auf ihren besonderen Namen. Dieser vertrat den kurzfristig verhinderten Schirmherrn des FÖJ, den Schleswiger Bischofs Gothart Magaard (Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland).

Die Idee zu der Aktion geht auf den ehemaligen Mitarbeiter des FÖJ, Hinrich Goos, zurück. Dieser hatte im Herbst 2015 Eicheln in Wittenberg gesammelt, um eine Spendenaktion für Sonderprojekte im Rahmen des FÖJ zu initiieren. Niels Reinke begeisterte sich für dieses Vorhaben und säte vor eineinhalb Jahren die Eichen, die zum Preis von 15,1795 Euro erworben werden können. „Aus dem Preis ist unschwer der Anlass herauszulesen“ so Niels Reinke, dem es wichtig ist, mit dieser Aktion das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und die Bildung für eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Ein großer Teil des Erlöses soll Sonderprojekte wie das „FÖJ mit Geflüchteten“ unterstützen.

Die Baumschule und das Team des FÖJ im Jugendpfarramt der Nordkirche wollen mit dieser Aktion auch einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten. „Eichen bieten nach Fachuntersuchungen in unseren Breiten bis zu 500 Insektenarten eine Heimat“, so die Projektleiterin des FÖJ, Birgitt Fitschen. Einige davon seien dabei tatsächlich ausschließlich an Eichen gebunden. Birgitt Fitschen erläuterte:„Wer also eine Luthereiche erwirbt und pflanzt, tut darum langfristig auch etwas für den Artenschutz“. „So könnten der Blaue Eichenzipfelfalter oder der Heldbock zwar vielleicht erst in 100 Jahren die Luthereichen nutzen, allerdings sei dieser Zeitraum gegenüber den 500 Jahren, die seit Luthers Reformation vergangen seien, doch überschaubar“.

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Ansprache des Propst Thomas Drope im Beisein von Niels und Sandy Reinke, Kirchenvertretern, (ehemaligen) FÖJlern sowie Vertretern aus Politik und Verbänden

Alle Beteiligten der Namenstaufe hoffen auf eine breite Beteiligung an der Aktion. Propst Thomas Drope sagte:„Auf manchem Kirchengelände oder kommunalen Freifläche findet sich sicher ein Platz für eine Luthereiche.“ Auch gegen einen ganzen „Lutherwald“ auf Kirchen- oder Landesforsten sei nichts einzuwenden, so der Propst. „Und wenn sich durch Aktionen wie diese noch ein paar mehr Menschen dazu ermutigt fühlen, einen freiwilligen Dienst für die Natur im Lande zu übernehmen, werden wichtige Beiträge im Hinblick auf die „Bewahrung der Schöpfung“, das Miteinander von Menschen, Tieren und Natur, geleistet. Und das ist ganz sicher auch in Martin Luthers Sinn.“