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07.07.2017

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Was bedeutet die Reformation heute?
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Pastorin Iris Finnern (rechts) sowie die Gleichstellungs- und Familienbeauftragte Dorathea Beckmann bereiten die Veranstaltung seit einem guten Jahr vor. ©Flomm/kommunikateam

Gemeinsame Veranstaltung der Kirchengemeinde und der Gleichstellungsbeauftragten

Am 31. Oktober 1517 schlug Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg und löste damit ein gesellschaftliches wir politisches Beben aus: die Reformation. Wie aktuell und vielleicht auch wie brisant die Reformation auch 500 Jahre später noch ist, wollen die Rellinger Kirchengemeinde sowie die Gleichstellungs- und Familienbeauftragte der Baumschulgemeinde in einer gemeinsamen Veranstaltung herausarbeiten: Für Samstag, 15. Juli, laden Pastorin Iris Finnern und Dorathea Beckmann ein zu „Ma(h)lzeit – für Reformation und mehr?“. In und vor der Rellinger Kirche soll sich dem Thema genähert werden.

Inspiriert ist die Veranstaltung von den Tischreden im Hause von Martin Luther und Katharina von Bora, bei denen zumeist nach dem Essen über verschiedenste Dinge gesprochen wurde – mit Katharina von Bora als einziger Frau unter Männern. In Rellingen macht allerdings das gesprochene Wort den Anfang. In kurzen Referaten werden Iris Finnern, Dorathea Beckmann (selbst eine studierte Theologin), die ehemalige Pröpstin Dr. Monika Schwinge und die Historikerin Annette Schlapkohl über die Zeit der Reformation sowie Ergebnisse und auch persönliche Beziehungen sowie aktuelle Bezüge zu diesem Thema sprechen.

Iris Finnern: „Nach der geistigen Nahrung folgt die körperliche Stärkung.“ Im Anschluss steht ein gemeinsames Essen vor der Kirche auf dem Programm. Für Tische und Bänke wird gesorgt, die Nahrungsmittel sollen von den Teilnehmern mitgebracht werden. Dritter – und vielleicht wichtigster – Teil der Veranstaltung ist die anschließende Diskussion. Dorathea Beckmann: „Wir haben einen Tischpräsidenten oder eine Tischpräsidentin für jeden Tisch, der anhand von bestimmten Fragestellungen eine Gesprächsrunde zu einem Thema moderieren soll.“ Die Ergebnisse werden dann auf Stellwänden vor den Kirchentüren präsentiert – ein im übertragenen Sinne Thesenanschlag von Rellingen. Als Tischpräsidentin fungiert unter anderem Anja Radtke, die ehemalige Bürgermeisterin der Baumschulgemeinde.

Die ausgearbeiteten Rellinger Thesen sollen bis zum 5. November in der Kirche präsent sein. An diesem Tag veranstaltet die Kirchengemeinde ein großes Luther-Fest. Auch darüber hinaus will Pastorin Iris Finnern dafür sorgen, dass die Ergebnisse eventuell ein Leitfaden für die Zukunft werden können.

Eingeladen sind alle interessierten Männer und Frauen, auch und gerade welche, die momentan eine gewisse Distanz zur Kirche haben oder verspüren. Beginn der Veranstaltung ist um 17 Uhr, das Ende ist gegen 21 Uhr vorgesehen. Bei schlechtem Wetter finden die gemeinsame Mahlzeit und die Diskussionen im Gemeindehaus in der Hauptstraße 32a statt. Eine am Abend eingesammelte Kollekte geht an die Frauenberatungsstelle „Contra!“. Iris Finnern: „Unser Dank geht schon jetzt an die Gemeinde Rellingen, die uns sehr unterstützt.“ ©Flomm/kommunikateam