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24.01.2017

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Flüchtlinge spielen um den Willkommens-Cup
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»We are One« (Wir sind eins) war nicht nur der Teamname einer Pinneberger Mannschaft, sondern auch das Motto des Turniers. ©Flomm/kommunikateam

Fußball-Turnier in der Sporthalle der Caspar-Voght-Schule

Es wurde hart gekämpft und laut gejubelt beim 4. Willkommens-Cup, der in der Sporthalle der Caspar-Voght-Schule im Ortsteil Egenbüttel ausgetragen wurde. Insgesamt sieben Flüchtlingsteams und eine Mannschaft der Halstenbeker Volkshochschule jagten dem Leder hinterher. Wie bei jedem Fußball-Turnier gab es einmal ein hartes Einsteigen, oder es wurde mit einer Entscheidung der Schiedsrichter gehadert. Doch nach einem Foul wurde sich entschuldigt, es wurden die Hände geschüttelt – und weiter ging es.

„Das ist es, was dieses Turnier ausmacht“, sagte Esther Wendland vom Runden Tisch Asyl in der Gemeinde Rellingen, die das Turnier mit auf die Beine gestellt hatte. „Wir hatten noch nie richtigen Ärger. Es war immer sehr fair.“ Die Organisatorin dankte auch der Gemeindeverwaltung: „Es ist toll, dass wir die Halle zur Verfügung gestellt bekommen haben.“

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In der Sporthalle der Caspar-Voght-Schule wurde um jeden Ball gekämpft. ©Flomm/kommunikateam

Nach zwei Auflagen unter freiem Himmel wurde jetzt zum zweiten Mal unter dem Hallendach gespielt. In zwei Vorrundengruppen traten „We are One Pinneberg“, „Afghan Cosmos Wedel“, ein Team der Pinneberger Johannes-Brahms-Schule, die SV Blankenese III, „Kurdisch Wedel“, der SC Egenbüttel IV, die Mannschaft vom „Mühlencafé Elmshorn“ und die Halstenbeker VHS-Auswahl gegeneinander an. Am Ende hatte das „Mühlencafé“ die Nase vorn und entthronte den Titelverteidiger von „We are one Pinneberg" im Finale mit 1:0. Den Treffer erzielte Jameel Hanna Motaz, der aus dem Irak gekommen war. Die Elmshorner, bei denen Menschen aus dem Iran, Irak, Syrien und aus Ghana spielten, wussten vor allem technisch zu überzeugen. Teammanager Mehmet Karakavek lobte vor allem Torhüter Adioha Ikenna, der im Finale einen Strafstoß abwehrte.

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Die Mannschaft vom »Mühlencafé Elmshorn« gewann den vierten Willkommens-Cup. ©Runder Tisch

Nach den Vorstellungen von Esther Wendland wäre es schön, wenn die aktuellen Pokalsieger das nächste Turnier ausrichten würden: „Das Turnier soll eigentlich durch den Kreis wandern.“

Die gastgebende Mannschaft, die als vierte Vertretung des SC Egenbüttel auch am Punktspielbetrieb des Hamburger Fußball-Verbands teilnimmt, zeigte zwar ihr Können, hielt sich aber vornehm zurück. Das von Torsten Reimer betreute Team landete in der Endabrechnung auf dem dritten Platz. In der Punktrunde liegen die Egenbütteler in der Staffel 4 der Kreisklasse B mit acht Punkten auf dem 14. Tabellenplatz. Coach Reimer sucht für die „Vierte“ immer nach Verstärkung. Besonders freuen würde er sich, wenn sich auch Deutsche dem bislang nur aus Flüchtlingen bestehenden Team anschließen würden. Training ist montags und donnerstags von 18 Uhr an auf der SCE-Anlage am Moorweg.

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Acht Mannschaften traten an. ©Runder Tisch

In der Halle der Caspar-Voght-Schule war es dann aber nicht nur der Sport, der Brücken schlug und für Verständigung sorgte. Auch das im Vorraum aufgebaute Büfett lud mit zahlreichen internationalen Spezialitäten zum Verweilen, zu Gesprächen und zum Kennenlernen ein. ©Flomm/kommunikateam