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10.02.2017

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Zu Gast im Erfolgsmodell
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Knapp 50 Gäste waren zum Treffen der Schulverpflegungs-Vernetzungsstellen Hamburgs und Schleswig-Holsteins an die Caspar-Voght-Schule gekommen. ©Flomm/kommunikateam

Schulverpflegungs-Vernetzungsstellen treffen sich in Rellingen

Wenn es Schulmensen gibt, die von sich reden machen, dann gehört jene der Rellinger Caspar-Voght-Schule (CVS) in jedem Fall dazu. „Willkommen im Erfolgsmodell“, sagte Rellingens Gleichstellungs- und Familienbeauftragte Dorathea Beckmann, die auch den Offenen Ganztag an der CVS koordiniert, bei der Begrüßung der gut 50 Gäste, die zum Treffen der Schulverpflegungs-Vernetzungsstellen Hamburgs und Schleswig-Holsteins in den Rellinger Ortsteil Egenbüttel gekommen waren.

Dr. Birgit Braun, Leiterin der Vernetzungsstelle Schulverpflegung Schleswig-Holstein, hatte den Beweis dabei, dass Dorathea Beckmann bei weitem nicht übertrieb. In einer demnächst bundesweit erscheinenden Info-Broschüre wird die CVS-Mensa als eines von acht sogenannten Best-Practice-Beispielen in Deutschland genannt.

Beckmann gab den Besuchern des fünften gemeinsamen Treffens einen kurzen Abriss der Erfolgsgeschichte: Nach der Einführung des Offenen Ganztags 2003 wurde 2005 die Mensa eröffnet – mit dem Ziel 120 Mahlzeiten auszugeben. Aktuell werden in der – immer noch für 120 Essen ausgelegten – Küche unter der Regie von Küchenmeister Michael Schneider täglich zwischen 150 und 180 Mahlzeiten gekocht. Dazu kommen 50 bis 80 Snacks, gut 80 Salatteller und mehr als 300 Kunden im Kioskbetrieb. Auch von dem Engagement der Gemeinde als Schulträger zeigten sich die Teilnehmer des Treffens, zu denen auch Caterer und Vertreter von Krankenkassen gehörten, beeindruckt. So werden beispielsweise in der Küche nur festangestellte Kräfte vom Verein beschäftigt.

Dass Dr. Birgit Braun und Silke Bornhöft (Vernetzungsstelle Schulverpflegung Hamburg) auf Rellingen als Treffpunkt gekommen waren, war kein Zufall. Dorathea Beckmann steht mit Braun in regem Kontakt: „Sie hat dann angefragt, ob das Treffen hier stattfinden kann.“

Schwerpunkt auf der Agenda war das Thema „Interkulturalität in der Schulverpflegung – Schmeckt es allen?“, zu dem Dr. Daniel Kofahl (APEK Consult) und Nikos Lokas (Transgourmet Deutschland) Vorträge hielten. „Essen müssen wir alle“, sagte Kofahl und stellte das Essen mit der Kulturpflege auf eine Stufe. Beim Essen könne interkultureller Austausch stattfinden, und gerade gemeinsame Mahlzeiten von Menschen unterschiedlicher Herkünfte könnten bei der Inklusion überaus hilfreich sein.

Nikos Lukas beklagte die immer weiter schwindende Ernährungsbildung in weiten Kreisen der Bevölkerung. Einer Diskussion, ob zum Beispiel Schweinefleisch auf die Speisekarte gehört, könne mit einer Umstellung der Mahlzeiten begegnet werden: „Eine vegetarische oder vegane Grundkost, die mit Fleisch ergänzt wird“, wäre für den Experte ideal und hätte einen weiteren Effekt: „Wir essen immer noch zu wenig Gemüse und Obst.“

Einfach ist der Weg zur Interkulturalität in der Schulverpflegung aber nicht. Das wusste auch Dorathea Beckmann zu berichten: „Mitunter stößt man an Grenzen.“ ©Flomm/kommunikateam