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10.03.2017

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Verneigung vor dem Lebenswerk
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Der Maler Reinhardt Lau mit seiner Frau Anneli. ©Flomm/kommunikateam

Ausstellung des Rellinger Malers Reinhardt Lau im Rathaus eröffnet

Prall gefüllt waren die Sitzreihen auf der Rellinger Rathaus-Galerie. Einige Besucher mussten sich sogar mit Stehplätzen begnügen. Es war also eine ganz besondere Ausstellung, die eröffnet wurde. Unter dem Titel „Wandlungen“ präsentiert der Rellinger Maler Reinhardt Lau einen Teil seines umfangreichen Werks. Noch im März feiert der Künstler seinen 85. Geburtstag. Die Kunsthistorikerin Stephanie Gans, die in die Ausstellung einführte, sprach den gut 100 Besuchern der Vernissage aus der Seele, als sie sagte: „Ich verneige mich vor diesem Lebenswerk voll Schaffenskraft.“

Reinhardt Lau, langjähriger Theatermaler an der Hamburgischen Staatsoper, war unter anderem von 2000 bis 2006 Vorsitzender der Pinneberger Künstlergilde. Bei der Begrüßung der Gäste, zu denen auch Bürgervorsteher Henry Behrmann, Bürgermeister Marc Trampe und dessen Amtsvorgängerin Anja Radtke gehörten, hob die Kulturausschussvorsitzende Marianne Stock auch auf die traditionell enge Zusammenarbeit Laus mit dem Rellinger Theaterverein hervor.

„Wo soll man bei diesem Lebenswerk anfangen?“, stellte Stephanie Gans zu Beginn ihres Vortrags eine rhetorische Frage. Die Kunsthistorikerin fand den Einsteig dann in den namensgebenden Wandlungen. So werden in den Bildern, die voller Humor, aber auch voller Tiefgang sind, die Wandlungen der Jahreszeiten, aber auch die Wandlungen im Leben eines Menschen thematisiert. Wandlungen gab es aber auch in den Techniken, in denen die ausgestellten Werke entstanden sind. So gibt es Öl- und Acrylbilder, Aquarelle und Monotypien. Bei letzterer Technik wird Farbe auf eine Glasplatte aufgetragen und anschließend ein Abzug hergestellt. „Den letzten Moment kann der Künstler nicht mehr beeinflussen, er bleibt offen“, sagte Stephanie Gans: „Es ist also eine Wandlung in letzter Sekunde.“ Eine weitere Wandlung zeigt sich in den Sujets der Aquarelle. Dort stehen Bilder aus Pinneberg und Rellingen neben Motiven aus Finnland, der Heimat von Laus Frau Anneli.

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»Lebenslicht« lautet der Titel dieses Ölbilds von Reinhardt Lau. ©Flomm/kommunikateam

Sehr viel Wert legt Reinhardt Lau auf die Farbnuancen in seinen Bildern sowie auf die Perspektive. Stephanie Gans: „Die Bilder fordern die Betrachter auf, selbst nachzudenken.“ Wo stehe ich? Was sehe ich? Wohin führt der Künstler mich? Das seien die beherrschenden Fragestellungen, auf die es viele – auch ganz persönliche – Antworten gibt. „Es gibt in in dieser Ausstellung viel zu sehen und viel zu entdecken“, so die Kunsthistorikerin weiter.

Musikalisch begleitet wurde die Vernissage von der Gitarristin Katharina Hempel und Ewelina Nowicka an der Violine. Das Duo spielte Werke von Pablo de Sarasate und Bela Bartok. In einer Zugabe gab es sehr zur Freude von Anneli Lau, die selbst Kantele (eine fünfsaitige Zither aus Finnland) spielt, eine Weise aus ihrer Heimat.

Die Ausstellung „Wandlungen“ ist noch bis zum 5. Mai zu den Öffnungszeiten des Rathauses (montags, dienstags, donnerstags und freitags von 8 bis 13 Uhr, dienstags auch von 14 bis 18 Uhr) zu besuchen. Von der Werkschau wird auch die Rellinger Bürgerstiftung profitieren. Reinhardt Lau hat angekündigt, 15 Prozent des Erlöses an die Stiftung zu spenden. ©Flomm/kommunikateam