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10.11.2017

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Ein Heimspiel auf der Rathausgalerie
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Marietta Hagedorn (rechts) und Marianne Stock vor der Rellinger Sofa-Serie. ©Flomm/kommunikateam

Marietta Hegedorn zeigt ihre Fotografien in der Ausstellung „Augen-Blicke“

Das ist ein echtes Heimspiel: Auf der Rellinger Rathausgalerie hat die Rellinger Fotografin Marietta Hagedorn jetzt ihre Ausstellung „Augen-Blicke“ eröffnet. Seit 1952 lebt Marietta Hagedorn in Rellingen, doch die Liebe zur Fotografie hatte die mittlerweile 75 Jahre alte Künstlerin schon vorher entdeckt.1953 war sie mit der Familien-Kamera auf der Internationalen Gartenausstellung in Hamburg unterwegs. Die erste eigene Ausrüstung gab es dann zur Konfirmation.

Die Bilder der Rellingerin, die Mitglied im Deutschen Verein für Fotografie ist und zu den Mitbegründern des Fotokreises Pinneberg gehört, sind bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Und wer einen Blick auf die Fotografien wirft, erkennt auch, warum das so ist. Marietta Hagedorn ist eine genaue Beobachterin der Gesellschaft und ihrer unmittelbaren Umgebung. Marianne Stock, die als Vorsitzende des Ausschuss für Senioren, Soziales und Kultur die Gäste begrüßte, sagte: „Spontanität bestimmt die Bilder. Gepaart mit dem Können, den richtigen Augenblick einzufangen.“

Fotografen-Kollege Peter Haefcke führte in die Ausstellung ein und beschrieb Marietta Hagedorns Gabe, mit einem Höchstmaß an Empathie auf Menschen zuzugehen. Nur so können die sehr persönliche wirkenden Fotografien entstehen. Die Rellingerin ist dabei nie mit einer großen Ausrüstung unterwegs. Haefcke: „Die Technik hilft beim Transport der emotionalen Botschaft der Bilder.“

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Auch Stillleben wie dieser Obstkorb mit einer »Birne« aus dem Fotolabor gehören zu den Arbeiten von Marietta Hagedorn. ©Flomm/kommunikateam

Marietta Hagedorn selbst nennt ihre Neugierde als den Hauptgrund für die Fülle von „Augen-Blicken“, die sie früher auf Schwarzweiß- und Farbfilme sowie heute auf digitale Speichermedien gebannt hat: „Die Motive kommen auf mich zu.“ So erzählte sie vom Entstehen der Sofa-Serie, als sie auf dem Weg zum Einkaufen ein altes Sofa entdeckte. Flugs wurde die Kamera geholt und die vorbeikommenden Rellingerinnen und Rellinger wurden auf das Sitzmöbel platziert und abgelichtet. Oder von der Begebenheit, als sie einem Binnenländer die Funktionsweise eines Leuchtturms erklärte und so dessen Tätowierung rettete.

Offene Augen und ein offenes Herz sind die Hilfsmittel, die die Bilder von Marietta Hagedorn so besonders machen. Und eine Tatsache, die sie selbst als überaus wichtig ansieht: „Ich bin dankbar, dass ich fotografieren darf – und nicht muss.“

Den musikalischen Part der Ausstellungseröffnung übernahm der Balalaika-Spieler Alexander Paperny, der seinem dreisaitigen Instrument betörende Klänge entlockte. Als er zum Abschluss die Titelmelodie des Kino-Klassikers „Doktor Schiwago“ intonierte, entführte er die Gäste an einen Ort voller Erinnerungen und voller Bilder. Nicht nur für Fotografen ein lohnendes Ziel.

Die Ausstellung „Augen-Blicke“ ist noch bis zum 12. Januar geöffnet. Besucht werden kann sie zu den Öffnungszeiten des Rathauses montags bis freitags von 8.30 bis 13 Uhr sowie dienstags auch von 14 bis 18 Uhr. ©Flomm/kommunikateam