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16.11.2017

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Museumskoffer zum Volkstrauertag
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Bürgervorsteher Henry Behrmann (von rechts) und Bürgermeister Marc Trampe freuten sich über die super motivierten Jugendlichen und deren Museumskoffer. ©Frenzel/kommunikateam

Caspar-Voght-Schüler stellen im Rathaus aus

Es gibt unterschiedliche Formen, ernste und traurige Ereignisse zu verarbeiten. Da wird beispielsweise in Gedenkfeiern und Gottesdiensten zum Volkstrauertag an die Toten von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht – und Schülerinnen und Schüler der Caspar-Voght-Schule haben einmal mehr ein ganz besonderes Projekt gestartet, um sich dem Thema zu nähern: Sie stellten „Museumskoffer“ zusammen, die noch bis zum Volkstrauertag kommende Woche im Rathaus zu sehen sind.

Sowohl Bürgermeister Marc Trampe als auch Bürgervorsteher Henry Behrmann waren vom Engagement der Klassen 10b und 10c samt ihrer Lehrerinnen Lisa Schröder und Cesca Toffolo begeistert und die stellvertretende CVS-Schulleiterin Andrea Rönnau ebenso.

 

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Witold Pilecki ist als einziger freiwillig in die Gefangenschaft ins KZ gegangen, um dort Widerstand zu organisieren - Dominik Höncher und Jan Schulz zeichneten sein Leben nach. ©Frenzel/kommunikateam
Volkstrauertag – das hat mit Frieden und Krieg zu tun und mit dem Widerstand gegen ihn und diejenigen, die Waffengewalt als Mittel der Auseinandersetzung akzeptieren. Aus diesem Grund beschäftigten sich die Jugendlichen mit Persönlichkeiten aus der Geschichte, die sich für Frieden und Freiheit besonders einsetzten. Die Schülerinnen und Schüler erkundeten deshalb die Leben der Geschwister Scholl aus dem Widerstand gegen das Nazi-Regime und von Mahatma Gandhi, dem gewaltlosen Freiheitskämpfer gegen den britischen Imperialismus. Sie beschäftigten sich mit Aung San Suu Kyi, der burmesischen Demokratie-Verfechterin, und mit den US-Präsidenten Lincoln und Kennedy. Auch die Anti-Rassismus-Aktivisten Martin Luther King und Nelson Mandela und andere wurden zu Forschungsobjekten. Dabei lernten die Rellinger Schüler nicht nur die Personen und deren Taten kennen, verfassten Info-Blätter, sondern sie sammelten auch passendes Material wie Fotos und Bücher und gestalteten damit die Museumskoffer, die in der Eingangshalle des Rathauses zu betrachten sind.
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»Es lebe die Freiheit!« Bürgermeister Marc Trampe schaut sich den Koffer über die Geschwister Scholl genauer an. ©Frenzel/kommunikateam

„Ich bedanke mich, dass Sie die Tradition fortführen, zum Volkstrauertag eine Ausstellung zu präsentieren. Es ist wichtig, sich in Zeiten des Friedens mit der Geschichte auseinanderzusetzen“, sagte Bürgermeister Trampe und rief den Jugendlichen in Erinnerung, welch immenser Wert darin besteht, in friedlichen Zeiten aufwachsen zu können – ohne Bomben, Hunger, Kälte oder den Verlust der Heimat befürchten zu müssen.

An das Glück, jetzt seit langer Zeit von Krieg verschont worden zu sein, und an die Opfer der vergangenen Kriege wird am Volkstrauertag, Sonntag, 19. November, bei zwei weiteren Veranstaltungen gedacht. Um 9.15 Uhr beginnt eine Feier am Gedenkstein in Egenbüttel mit Kranzniederlegung und Rede von Bürgervorsteher Henry Behrmann. Es schließt sich um 10 Uhr ein Gottesdienst in der Rellinger Kirche an und dann folgt ab 11.15 Uhr eine Gedenkfeier am Ehrenmal sowie der Besuch der Gräber von Bombenopfern, Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen auf dem Rellinger Friedhof. ©Frenzel/kommunikateam