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21.11.2017

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14. Auflage von "Gewalt kommt nicht in die Tüte"
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Der Startschuss zur 14. Auflage der Aktion »Gewalt kommt nicht in die Tüte« fiel in der Bäckerei Dwenger bei Edeka Böge in Rellingen. ©Flomm/kommunikateam

Startschuss in Rellingen mit Ministerin Sabine Sütterlin-Waack

Es ist ein Thema, über das die Öffentlichkeit am liebsten schweigt, das aber gerade wegen seiner Brisanz in die Öffentlichkeit gehört: häusliche Gewalt gegen Frauen. Schon zum 14. Mal findet die Aktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ statt, zu deren Eröffnung jetzt die Schirmherrin, Schleswig-Holsteins Gleichstellungsministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU), nach Rellingen gekommen ist. Dass der offizielle Startschuss in der Baumschulgemeinde fiel, war kein Zufall. Rellingens Gleichstellungs- und Familienbeauftragte Dorathea Beckmann ist von Beginn an die landesweite Koordinatorin des Projekts. Und so wurde die Bäckerei Dwenger im Edeka-Markt Böge Schauplatz des Geschehens.

Mit der Aktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ machen das Ministerium für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein, der Landesinnungsverband des Bäckerhandwerks Schleswig-Holstein, die Gleichstellungsbeauftragten und lokalen Bündnisse gegen häusliche Gewalt auf das Thema aufmerksam. „Diese alljährlichen Aktionswochen tragen erheblich dazu bei, dass das Thema häusliche Gewalt im öffentlichen Bewusstsein fest verankert wird. Die Aktion fordert in unaufdringlicher Weise das soziale Umfeld auf, Gewalt nicht zu ignorieren, sondern Betroffenen den Weg zu den Hilfen zu erleichtern“, sagte Sütterlin-Waack.

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Rellingens Gleichstellungs- und Familienbeauftragte Dorathea Beckmann und Bürgermeister Marc Trampe begrüßten Schleswig-Holsteins Gleichstellungsministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU/Mitte). ©Flomm/kommunikateam

Die Ministerin präsentierte den Gästen, zu denen die Gleichstellungsbeauftragten des Kreises, die Vertreterinnen der Frauenhäuser und -beratungsstellen sowie des Netzwerks KIK, aber auch Maren Andresen, die Landesmeisterin der Bäckerinnung, Kreispräsident Burkhard E. Tiemann und Rellingens Bürgermeister Marc Trampe gehörten, erschreckende Zahlen. Im Jahr 2016 hatte es in Schleswig-Holstein 3721 polizeiliche Einsätze wegen häuslicher Gewalt gegeben, 550 Täter wurden aus der gemeinsamen Wohnung entfernt, 1658 Frauen und 1484 Kinder fanden Schutz und Unterkunft in einem Frauenhaus. „Die eigene Wohnung ist oft eine Stätte des Leidens“, betonte die Ministerin. Für Rellingens Verwaltungschef Marc Trampe ist wichtig, dass durch die Aktion „zur wichtigen Enttabuisierung des Themas beigetragen wird“.

Auf den Tüten, in denen die 60 beteiligten Bäckereien in den nächsten Tagen ihre Backwaren verkaufen, ist die kostenfreie Nummer des Hilfetelefons für Frauen – 08000 116 016 – abgedruckt. „Insgesamt sind es mehr als 320.000 Tüten, die verteilt werden“, sagte Landesinnungsmeisterin Andresen. Die Aktion läuft noch bis zum 25. November, dem internationale Tag „Nein zu Gewalt an Frauen“. Im Rellinger Ortskern ist für dieses Datum eine Verteilaktion geplant.

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Jörn Dwenger überreichte einen selbstgebackenen Scheck in Höhe von 2.500 Euro. ©Flomm/kommunikateam

Für Dorathea Beckmann gab es am Tag des Aktionsstarts gleich doppelten Grund zur Freude. Denn außer der Tatsache, dass mit Hilfe von Jörn Dwenger und Jörg Steffens (Edeka Böge) die Eröffnung in Rellingen stattfinden konnte, überreichte Dwenger in seiner Funktion als stellvertretender Obermeister der Bäckerinnung Nord einen selbstgebackenen Scheck in Höhe von 2.500 Euro. Das Geld stammt aus einer gemeinsamen Spendenaktion der Bäckerinnung Nord und der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Pinneberg, die im Rahmen der Aktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ durchgeführt wurde. Beckmann: „Seit 2004 wurden bisher 35.000 Euro gesammelt, die unterschiedlich verteilt wurden.“ In diesem Jahr erhalten die Frauenberatungsstellen in Pinneberg und Elmshorn sowie die Frauenhäuser in Wedel, Pinneberg und Elmshorn jeweils 500 Euro für Therapieangebote für von Gewalt betroffene Frauen. „So kann unkompliziert und schnell geholfen werden“, sagte die Rellinger Gleichstellungs- und Familienbeauftragte. ©Flomm/kommunikateam

  • Unter dem Stichwort „Brötchentüte“ kann auf das Konto der Gemeinde Rellingen (IBAN 80 2219 1505 0002350082) auch weiterhin gespendet werden.