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09.01.2018

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Eine Lotsin im Dickicht von Behörden und Bestimmungen
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Kirsten Meins (Mitte) ist die neue Beauftragte für Menschen mit Behinderung der Gemeinde Rellingen. Bürgermeister Marc Trampe sowie die Kommunalpolitikerinnen Marianne Stock (CDU/auch Vorsitzende des Ausschusses für Senioren, Soziales und Kultur, von links), Silke Faber (Grüne) und Ilona Schadendorf (SPD) begrüßten die 52 Jahre alte Rellingerin. ©Flomm/kommunikateam

Kirsten Meins als Beauftragte für Menschen mit Behinderung der Gemeinde Rellingen vorgestellt

Rellingen setzt seinen Weg als lebens- und liebenswerte Gemeinde konsequent fort. Einer der jüngsten von zahlreichen Schritten war die Schaffung der Stelle einer Beauftragten für Menschen mit Behinderung, die zum Jahresbeginn mit der Rellingerin Kirsten Meins besetzt worden ist. „Die Aufgabe der Beauftragten besteht darin, ein Bindeglied zwischen den Menschen mit Behinderung sowie der Verwaltung, den verschiedenen Behörden und sonstigen Anlaufstellen zu sein“, sagte Bürgermeister Marc Trampe bei der offiziellen Vorstellung von Kirsten Meins, die seit mehr als 30 Jahren in der Baumschulgemeinde lebt.

Dem Beschluss der Gemeindevertretung folgend, war die Stelle der Beauftragten für Menschen mit Behinderung ausgeschrieben worden. Insgesamt fünf Frauen hatten sich beworben. „Bei Kirsten Meins hat das Gesamtpaket überzeugt“, begründete Verwaltungschef Trampe die einstimmige Auswahl, die in Zusammenarbeit mit den Kommunalpolitikerinnen Marianne Stock (CDU/auch Vorsitzende des Ausschusses für Senioren, Soziales und Kultur), Ilona Schadendorf (SPD) und Silke Faber (Grüne) getroffen wurde. Trampe: „Wir haben aber ausschließlich nur gute Bewerbungen erhalten.“

Kirsten Meins hat über ihren schwerstbehinderte Nichte Zugang zum Thema Leben mit Behinderung bekommen und schnell auf die ausgeschriebene Ehrenamtsstelle reagiert und eine Bewerbung geschickt. Die 52-Jährige, die durch ihre Tätigkeit als AGG-Beauftragte (Allgemeines Gleichstellungsgesetz) bei einem großen Hamburger Unternehmen nach eigenen Worten eine „hohe Sozial- und Beratungskompetenz mitbringt“, freut sich schon auf ihr neues Aufgabengebiet. Ansprechpartner zu finden und zu benennen, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben und Berührungsängste gegenüber Behörden abzubauen – das sind drei ihrer Ziele. Dazu will sie mit offenen Augen durch die Gemeinde gehen und die Alltagstauglichkeit für das Leben der 2500 Menschen, die mit unterschiedlichen Graden der Behinderung in der Baumschulgemeinde beheimatet sind, auf den Prüfstein stellen. „Gerne nehme ich aber auch Hinweise aus der Bevölkerung entgegen“, sagt Meins. Schon jetzt fest eingeplant ist ein Runder Tisch mit Betroffenen, aber auch Institutionen, die mit dem Thema Leben mit Behinderung zu tun haben.

Die ehrenamtliche Stelle ist zunächst auf ein Jahr befristet und mit einer Aufwandsentschädigung in Höhe von 100 Euro im Monat sowie Sachmitteln in Höhe von 2000 Euro ausgestattet. Für Bürgermeister Trampe steht aber schon jetzt fest: „Wir wollen eine langfristige Perspektive schaffen.“ Kurzfristig soll ein Flyer über das Angebot von Kirsten Meins informieren, längerfristig im Herbst dieses Jahres ein Überblick über mögliche Maßnahmen vorliegen. Seitens der Kommunalpolitik gibt es klare Signale, angedachte Projekte nach Möglichkeit dann auch durchzuführen.

Die erste Sprechstunde der Behindertenbeauftragen, die künftig immer am ersten Dienstag eines jeden Monats abgehalten werden soll, findet am Dienstag, 6. Februar, von 15 bis 18 Uhr im Sitzungssaal 1 des Rathauses statt. Per E-Mail ist Kirsten Meins unter behindertenbeauftragte@rellingen.de sowie auch telefonisch unter 0 41 01/564 121 zu erreichen. ©Flomm/kommunikateam