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01.03.2017

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Es geht immer um eine zeitnahe und gute Lösung
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Verwaltungschef Marc Trampe und Silke Mannstaedt, Leiterin des Fachbereichs Bürgerservice, empfingen die Bürgerbeauftragte Samiah El Samadoni (Mitte) im Rellinger Rathaus. ©Flomm/kommunikateam

Die Bürgerbeauftragte Samiah El Samadoni zu Besuch in Rellingen

Zwischen recht haben und recht bekommen liegen mitunter Welten. Jemand, der das ganz genau weiß, ist Samiah El Samadoni. Die 46-Jährige ist Bürgerbeauftragte für soziale Angelegenheiten des Landes Schleswig-Holstein. El Samadoni war kürzlich zum Antrittsbesuch bei Rellingens Bürgermeister Marc Trampe. „Das mache ich immer so, wenn ein neuer Bürgermeister im Amt ist“, sagte die Bürgerbeauftragte nach dem gut einstündigen Gespräch mit dem Verwaltungschef und Silke Mannstaedt, der Fachbereichsleiterin Bürgerservice im Rellinger Rathaus.

El Samadoni setzt sich dafür ein, die Wissens- und Machtasymmetrie zwischen Bürgern und Behörden auszugleichen: „Meine Tätigkeit hat sehr viel mit Gerechtigkeit zu tun“, sagte die studierte Juristin, die 2014 vom schleswig-holsteinischen Landtag für eine sechsjährige Amtsperiode gewählt wurde. Mitunter gehe es darum, rechtmäßige Entscheidungen von Behörden transparent zu machen. Dann fungieren El Samadoni und ihr 18-köpfiges Team als „Übersetzer“ von Amts- und Juristendeutsch. Wenn Behörden aber nicht ausreichend ihrer Beratungspflicht nachgekommen sind oder vielleicht falsche Entscheidungen getroffen haben, greift die Bürgerbeauftragte im Sinne der Betroffenen ein. Auf dem Feld der sozialen Angelegenheiten können dies beispielsweise Auseinandersetzungen zwischen Hartz-IV-Empfängern und dem Jobcenter oder Probleme mit Krankenversicherern sein. El Samadoni: „Es geht immer darum, zeitnah eine gute Lösung zu finden.“

3.400 Eingaben registriert die Bürgerbeauftragte pro Jahr. Beratungsangebote gibt es überwiegend telefonisch in der Zentrale in Kiel, aber auch bei festen Sprechtagen, die unter anderem in Heide abgehalten werden. Nach dem Besuch bei Marc Trampe gab es auch in Rellingen eine vierstündige Sprechstunde. „Es ist aber immer möglich, persönliche Termine in Kiel zu vereinbaren“, betont El Samadoni, die lediglich in den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern über Amtskollegen verfügt.

Schwerpunkte der Arbeit im Kreis Pinneberg sind die Frage nach bezahlbarem Wohnraum und die Gebühren der Kindertagesstätten, „die uns landesweit beschäftigen“. Ein Lob für den Kreis und damit auch für die Gemeinde Rellingen hatte El Samadoni auch parat: „Die Schulbegleitung läuft hier sehr gut.“

Die sozialen Angelegenheiten sind aber nur ein „Spielfeld“, auf dem sich Samiah El Samadoni bewegt. Dazu leitet sie die Antidiskriminierungsstelle Schleswig-Holstein sowie die Beschwerdestelle für Kinder und Jugendliche. Und sie ist auch als Beauftragte für die Landespolizei tätig.

Trotz der hohen Zahl von Eingaben wissen, so die Bürgerbeauftragte, „viele Menschen nichts davon, dass es ein solches Beratungsangebot gibt“. Dem wurde durch den Besuch in Rellingen zumindest ein wenig entgegen gewirkt. Bürgermeister Marc Trampe war von dem Besuch jedenfalls sehr angetan. Das Amt der Bürgerbeauftragten sei eine „wichtige Institution, dessen Lösungen dort ansetzen, wo sich Bürgerinnen und Bürger von den Behörden nicht gerecht behandelt fühlen“. ©Flomm/kommunikateam