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28.04.2017

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Rellingen erscheint in einem neuen Licht
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Bürgermeister Marc Trampe (von links), Rathausmitarbeiter Tino Paramin, Horst Belkowitz (Arendt Elektroanlagen) und Tom Rasmussen (Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen) zeigen eine der neuen LED-Leuchten. ©Flomm/kommunikateam

Straßenbeleuchtung der Gemeinde wird auf LED umgestellt

Es war am 13. Januar 1906. Damals berichtete das Pinneberger Wochenblatt: „Die Inbetriebnahme des Elektrizitätswerkes Rellingen war von einem lauten Knall begleitet. Im Maschinenraum ereignete sich eine unerklärliche Explosion, wodurch ein großes stählernes Antriebsrad zerbarst. Von den Anwesenden wurde gottlob niemand verletzt.“ Zum Glück ließ man sich aber weiterhin auf das Abenteuer Elektrizität ein – und schaffte so die Grundlage auch für die Beleuchtung der Straßen in der Baumschulgemeinde.

111 Jahre später hat Rellingen zwar kein eigenes E-Werk mehr, die Straßenbeleuchtung ist aber noch immer ein wichtiges Thema. So werden aktuell die Hochdruckquecksilberleuchten (HQL) durch moderne LED-Lampen ersetzt. Hintergrund: Auf Grund einer neuen Gesetzgebung aus dem Jahr 2011 dürfen keine HQL-Anlagen installiert werden. Dies betrifft 500 der insgesamt 2000 Laternen auf dem Gemeindegebiet. Nach einem ersten Durchgang werden nun bis Ende Juni die übrigen 370 Anlagen auf die moderne Technik umgerüstet. Die erste wurde am Dahlienhof eingebaut.

„Wir tun damit nicht nur etwas für den Klimaschutz“, sagte Bürgermeister Marc Trampe: „Es gibt auch einen finanziellen Aspekt.“ Da die neuen Laternen statt 160 nur noch 21 Watt Leistung haben, werden 185.534 Kilowattstunden pro Jahr weniger verbraucht. Das entspricht einer finanziellen Ersparnis von jährlich 42.580 Euro.

Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Voraussetzung für die Förderung ist eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes um mindestens 80 Prozent. „Mit der neuen Technik und Änderungen bei der Nachtabsenkung kommen wir sogar auf 87 Prozent“, sagt der mit dem Projekt betraute Rathausmitarbeiter Tino Paramin.

Die Gesamtkosten der Maßnahme liegen bei etwa 379.000 Euro, wovon 275.376 Euro förderfähig wären. 25 Prozent davon werden über das Programm „Klimaschutztechnologie bei der Stromnutzung – Außenbeleuchtung“ gefördert. Für Rellingens Gemeindesäckel bedeutete das einen Betrag in Höhe von 68.844 Euro. Verwaltungschef Trampe bedankte sich bei den Vertretern der Kommunalpolitik, die das Geld in den Haushalt eingestellt hatten. ©Flomm/kommunikateam