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25.01.2018

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Ein architektonisches Kleinod
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Antje Metzner (Untere Denkmalschutzbehörde des Kreises Pinneberg, von links) sowie Dr. Berthold Köster (Landesamt für Denkmalpflege) übergaben die Plakette an Anna-Lena und Florian Ottens sowie den Architekten Dr.-Ing. Karl-Ernst Bürkner.. ©Flomm/kommunikateam

Denkmalplakette für die Villa der Rellinger Familie Ottens

Etwas versteckt hinter hohen Hecken steht an der Tangstedter Chaussee ein architektonisches Kleinod in der Gemeinde Rellingen. Dank des neuen sandstein-farbenen Anstrichs ist die Villa der Familie Ottens schon etwas besser zu sehen. Der Höhepunkt ist aber eine kleine, emaillierte Plakette, die Florian und Anna-Lena Ottens jetzt aus der Hand von Dr. Berthold Köster vom schleswig-holsteinischen Landesamt für Denkmalpflege erhielten. Ihr Domizil gilt damit offiziell als Denkmal. Die Plakette wurde verliehen „als Anerkennung für das Verständnis für den Denkmalschutz und die im allgemeinen Interesse übernommenen Verpflichtungen bei der Bewahrung des kulturellen Erbes“, heißt es in einer Pressemitteilung des Kreises Pinneberg.

Grundlage war die Änderung des Denkmalschutzgesetzes in Schleswig-Holstein, das in seiner aktuellen Fassung seit 2015 in Kraft ist. Damals erfuhr Florian Ottens, dass das 1899 errichtete Haus, in dem er seit seinem 16. Lebensjahr wohnt und das sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts in Familienbesitz befindet, denkmalwürdig ist. Gemeinsam mit dem Architekten Dr.-Ing. Karl-Ernst Bürkner wurde der Entschluss gefasst, das neoklassizistische Gebäude denkmalgerecht instand zu setzen. „Man muss das schon wollen“, gibt Florian Ottens zu, dass in der jungen Familie stark mit dem Thema gerungen wurde. „Es hat sich aber absolut gelohnt“, betont Anna-Lena Ottens. Denkmalschützer Köster sagte, dass sein Amt vom Zustand des Gebäudes „positiv überrascht“ gewesen sei.

Innerhalb eines halben Jahres ist ein Großteil der Arbeiten verrichtet worden. „Das größten Probleme waren die Fenster und die Gründung“, so Architekt Bürkner. Die Probleme wurden aber ebenso gelöst wie das Thema des neuen Daches, dessen flache Tonpfannen an das originale Schieferdach erinnern.

Höhepunkt der Arbeiten war jedoch die neue Farbgestaltung, die eigentlich die alte und originale ist. „Es wurde nach der ursprünglichen Farbe gesucht und sie wurde gefunden“, sagte Köster. Und so erstrahlt die Villa, die auch im Inneren durch die Kombination von Stuckverzierungen und Steinfußböden mit neuem Interieur glänzt, jetzt in einem gelblich anmutenden Sandstein-Ton. Köster: „Diese Farbgestaltung kann als Vorbild für viele andere Gebäude dienen.“

Die Villa der Familie Ottens ist das dritte Gebäude im Kreis Pinneberg, das die Denkmalplakette erhält. Zuvor waren das Museum Langes Tannen in Uetersen sowie das alte Kreishaus in Pinneberg bedacht worden. ©Flomm/kommunikateam